Group C / GTP
Das letzte Rennen des
Jahres fand auch wie im letzten Jahr auf dem Grand Prix Cours in Monza statt.
Gut vorbereitet für die beiden anstehenden Rennen, am Samstag das 90 Minuten Rennen Endurance und am Sonntag das 30 Minuten Sprintrennen, bezogen wir unsere Box. Unsere Motivation bekam nochmals einen Schub als wir sahen, dass der Boxennachbar bei Don Law Racing, der diesjährige Fahrer des Dome Judd in Le Mans und Le Mans – Sieger, Andy Wallace war.
Beim ersten Zeittraining
hatte ich am Ende der schnellen Geraden im Heckbereich Vibrationen. Diese
konnten wir durch eine Veränderung der Stoßdämpfer und des Heckflügels
beseitigen.
Das zweite Training
verlief anfangs wie gewünscht. Runde für Runde wurde ich schneller bis dann
beim Hochschalten vom 5. auf den 6. Gang bei ca. 280 km/h der Motor kurz
aufheulte und der Vortrieb weg war. Ich rollte aus. Bei der Diagnose in der Box
mussten wir feststellen, dass das Flyweel gebrochen war. In bekannter Art
packten alle Teammitglieder an, um den Fehler innerhalb der zur Verfügung
stehenden 2,5 Stunden zu beseitigen. Beim Einstellen der Kupplung fehlte uns
eine passende Ausgleichsscheibe, sodass wir diese gegen eine Andere
austauschten, was uns viel Zeit kostete. Dadurch konnten wir den Rennwagen bis
zum Start des ersten Rennens nicht fertig stellen. Am Abend fuhr ich dann
zusammen mit dem Porsche-Cup problemlos ein freies Training.
Das Wetter am
Sonntagmorgen gestaltete sich sehr Wechselhaft und es deutete sich ca. 45
Minuten vor dem Start an, dass wir ein Regenrennen bekommen. Wir bauten das Set
Up um und ich nahm das Rennen von Startplatz 7 auf. Bei sehr starkem Regen
arbeitete ich mich in der Anfangsphase auf Platz 4 vor. Nachdem ich später
Platz 3 inne hatte und auch versuchte an dem Porsche von Martyn König vorbei zu
kommen, stellte ich fest, dass es unmöglich war, da dieser auf den langen
Geraden eine Gischt aufbaute, die mir jegliche Sicht nahm. Einen Überholversuch
konnte ich mir nicht leisten, denn wenn ich mich dabei gedreht hätte und der
Motor dadurch ausgegangen wäre, hätte ich durch das geänderte Flyweel keine
Möglichkeit mehr zum Anlassen gehabt.
Am Ende belegte ich in der Gesamtwertung Platz 3 und in der Klassenwertung Platz 2.
Rennberichte August 2003
Group
C / GTP
Wie
angekündigt fand vom 29.-31.08.2003 das Group C / GTP Rennen im Rahmen des
Porsche Cup auf dem A1 Ring in Österreich statt.
Das
freie Training am Freitag ließ ich auf Grund starken Regens ausfallen. Beim
ersten Training am Samstag war wieder Regen, aber ich konnte problemlos das
richtige Set up finden und das Training durchziehen.
Beim
nachfolgenden Qualifying war die Strecke trocken. Erfahrungsgemäß stellten wir
das Set up ein und ich konnte den dritten Startplatz für das Rennen
herausfahren.
Am späten Nachmittag beim fliegenden Start des Rennens fuhr ich kurzzeitig auf Platz zwei vor. Nach der ersten Kurve Schaltete ich hoch und es gab einen Schlag im Getriebe. Angesichts den daraufhin folgenden Unregelmäßigkeiten im Antriebsstrang, fuhr ich an die Box und wir hatten die ganze Nacht mit der Instandsetzung des Getriebes zu tun.
Sonntag
Morgen musste ich beim wet-race (Regen-Rennen) vom letzten Platz aus starten.
Systematisch arbeitete ich mich bis zur Hälfte des Rennens auf Platz 3 vor. Mit
dem sehr starken Regen lief meine Frontscheibe immer mehr an, sodass ich bei
stark eingeschränkter Sicht im weiteren Verlauf des Rennens einen Ausritt ins
Kiesbett hatte und mich drei Mal verbremste.
Das
Rennen beendete ich auf Platz 6 und in der Klasse auf Platz 3.
Group
C GTP
Das dritte Group C / GTP Rennen
hatten wir vom 25. – 27. Juli in Donnigton Park / England. Typisch englisch
begann das Wochenende mit Regen. Beim freien Training am Freitag fand ich ein
gutes Set up, was mir die siebente Zeit einbrachte. Allerdings beim
Zeittraining am Nachmittag, bei teilweise nasser und teilweise abtrocknender
Strecke, hatte ich Schwierigkeiten eine gute Zeit zu realisieren, sodass ich
den zwölften Startplatz herausfuhr. Diese Position war gültig für beide
Rennen. Das Warm up am Samstag Vormittag bei trockener Strecke lief zu meiner
Zufriedenheit.
Beim 1. Rennen am Nachmittag
konnte ich mich kontinuierlich vom 12. Platz bis auf den 4. Platz vorarbeiten.
Kurz vor Ende des Rennens begann leichter Nieselregen einzusetzen. Beim
Rausbeschleunigen aus einer Kurve, war ich etwas zu früh am Gas, sodass ich
mich drehte und mit den Hinterrädern im Kiesbett feststeckte, was leider das
Ende des Rennens bedeutete.
Am Sonntag Morgen beim Warm up
testete ich einen etwas härteren Reifensatz, da die Reifen vom Vortag
beschädigt waren. Im Rennen, wiederum vom 12. Platz aus gestartet, arbeitete
ich mich auf den 6. Platz vor, wo ich auch nach 40 min das Rennen beenden
konnte. Im Großen und Ganzen waren wir mit der Veranstaltung zufrieden, da
wir alles rausgeholt haben was möglich war und wir mit einer sehr starken
Konkurrenz zu kämpfen hatten, wie zum Beispiel mit dem Sportwagenprofi John
Nielsen.
Die Veranstaltung fand im
Rahmen der DTM statt und war von Zuschauern gut besucht. Das Group C Rennen
wurde unter anderem im britischen Fernsehen übertragen und Auszüge wurden
von DSF und Eurosport ausgestrahlt.
Rennberichte
Juni 2003
Group C / GTP
Die
Rennsaison 2003 begannen wir auf dem Lausitzring am 29. März 2003 mit einem
Testwochenende. Wir erprobten einen neuen Heckflügel und eine neue
Fronthaube. Die veränderte Aerodynamik funktionierte wie geplant. Plötzlich
vor dem Verlassen der Box traten Öldruckschwankungen auf, worauf wir die
Versuche abbrachen.
Zum
Saisonstart im belgischen Spa – Francorchamps, das am Wochenende vom 02. -
04. Mai 2003 statt fand, stellte sich wiederum ein unerklärliches
Öldruckproblem dar. Wodurch uns eine Teilnahme am Rennen vereitelt wurde.
Persönlich hoffe ich, dass jetzt meine Unglücksserie in Spa abgeschlossen
ist, da ich drei Mal hintereinander am Rennen nicht teilnehmen konnte. Danach
wurde der Motor komplett überprüft und instandgesetzt. Aus Zeitlichen
Gründen war dadurch ein Rennen in Silverstone nicht möglich.
Vom
20. - 22. Juni 2003 war eine weitere Group C/GTP Veranstaltung im Belgischen
Zolder. Das Wetter war sommerlich und das erste freie Training verlief
vielversprechend. Vor allem passte die neue Aerodynamik genau auf die Strecke.
Beim rausfahren zum ersten Zeittraining wurden wir fast vom Schock getroffen,
als trotz präzisester Arbeiten
wiederholt der Öldruck zu niedrig war und ich nicht mitfahren konnte. Nach
der Reparatur fuhr ich das 2. Zeittraining, wobei nach sechs Runden der
Öldruck zu schwanken begann und ich abbrach.
Am Samstag Nachmittag konnte
ich nach einer weiteren Reparatur vom Platz ins Rennen starten. Am Ende
belegte ich nach einem harten Kampf mit dem Porsche 962 von Nick Randall Platz
3. Sieger wurde Ralf Kelleners auf Porsche 962 CK6 vor Nigel James auf einem
Spice.
Beim zweiten Rennen am Sonntag
startete ich von Platz 3. Wie im ersten Rennen lieferte ich mir mit dem Porsche
962 von Nick und Chris Randall spannende Positionskämpfe. Im letzten Drittel
ließen meine Hinterreifen nach und auch der Öldruck, den ich die ganze Zeit im
Auge behielt, wurde in langsamen Kurven weniger. Nach 40 Minuten beendete ich
das Rennen auf Platz 6.
Auf Grund des anhaltenden
Öldruckproblems ist eine Teilnahme auf dem Lausitzring noch in Frage gestellt,
aber Donnigton Park ist fest geplant.