Am 8./9.Oktober fand das Motorsport
Highlight in der Oberlausitz zum Saison Ausklang in Weigsdorf Köblitz am
Matschenberg statt.
Rund 100 Fahrer traten zu Läufen im Autocross, Rallycross und Trabant Cross-Cup
an.
Zu 99% ist an den Rennwochenenden am Matschenberg immer viel Regen und Schlamm,
aber an diesem Wochenende herrschte allerschönstes Spätsommer-wetter.
Ich ging mit meinem Jeep Cherokee mit 13 Startern aus der freien Autocrossszene
an den Start. Samstag Vormittag fand ein Mal ein freies Training und ein Mal ein
Zeittraining statt. Die Rennstrecke am Matschenberg ist sehr schnell und man
braucht ein Fahrzeug mit ordentlich Leistung. Ich fuhr das allererste Mal auf
dieser Strecke und beim freien Training kam ich nicht sehr gut zurecht mit
meinem Jeep. Beim Zeittraining konnte ich dann den sechsten Platz herausfahren.
Die Fahrer der freien Szene starteten in 2 Gruppen zu ihrem 1. Wertungslauf.
In meinem Lauf startete ich aus der ersten Reihe. Ich kam enorm gut vom Start
weg und schoss mit vollem Power die Bergauf- Passage hoch und konnte das gesamte
Feld hinter mir lassen. Nur ein Fahrzeug fuhr die ganze Zeit , wie ein Schatten
hinter mir her und sogar stellenweise neben mir. Uwe Wagner mit seinem
Rallycross Porsche 911 bedrängte mich ganz arg und versuchte ständige
Überholmanöver, so dass ich mächtig zu tun hatte, dieses Fahrzeug hinter mir zu
lassen. Zur Freude der vielen Zuschauer lieferten wir uns einen erbitterten
Kampf und am Ende der Zieldurchfahrt hatte ich ungefähr eine halbe Fahrzeuglänge
Vorsprung und gewann diesen Lauf.
Das motivierte mich natürlich ganz enorm für den 2. Wertungslauf am Sonntag
Vormittag. Kurz vor dem Lauf wurde die Strecke gewässert und es sah ganz schön
schmierig aus.
Auch in diesem Lauf stand ich in der ersten Startreihe. Links neben mir stand
der Allrad BMW von Maik Hottas, der absolut Schnellste aus den Trainingsläufen
und rechts neben mir erneut der Porsche mit Uwe Wagner und hinter uns noch 6
andere Fahrzeuge. Der Start gelang mir wieder prächtig . Die Strecke war ja nun
ziemlich nass und alle Fahrer versuchten auf der trockenen linken Seite die
Bergaufpassage zu nehmen. Ich fuhr geradeaus, Vollgas durch die Nässe den Berg
hoch und konnte mich durch die gute Traktion des Jeep wieder an die Spitze des
Fahrerfeldes setzen. Der Porsche war diesmal nicht so gut im Rennen, dafür aber
der BMW. In der dritten Runde berghoch überholte er mich, nahm aber ein wenig zu
früh das Gas weg und ich dachte mir: „Wenn ich jetzt vom Gas gehe, habe ich
verloren“ und trat deshalb noch mal voll das Gaspedal durch und fuhr oben am
Berg über den Hügel, oder besser gesagt ,sprang über den Hügel und konnte mich
wieder in Führung setzen. Diese Führung gab ich auch bis zum Schluss nicht mehr
ab und konnte unter dem großen Jubel der Zuschauer erneut gewinnen. Ich freute
mich wahnsinnig.
Am Sonntag Nachmittag wurde dann der Finallauf gestartet mit den 10 schnellsten
Autos. Was ich bis dahin noch nicht wusste, es wird in Weigsdorf Köblitz immer
ein Handicaprennen gefahren. Das bedeutet, die langsamsten Fahrer mit den
weniger starken Maschinen starten vorn und nach hinten zu immer die schnelleren
Fahrzeuge. So stand ich in der vierten Startreihe ganz hinten mit dem Porsche
zusammen. Da es am Matschenberg sehr schwierig ist zu überholen, sah ich
eigentlich keine echten Chancen für mich. Mir war etwas unwohl und ich hatte
auch keinen richtigen Plan, wie ich dieses Rennen angehen sollte.
Beim Start gab ich erst mal wieder Vollgas und schob auch irgendwie zwei oder
drei Autos bergauf vor mir her. Alle Fahrzeuge versuchten sich dann mittig auf
der sauberen Spur anzuordnen. Ich fuhr ganz rechts an den Leitplanken im losen
Boden so schnell es möglich war und erstaunlicher Weise verschafften mir die
Reifen den Vorteil und ich kam als Erste über den Berg in die Linkskurve hinein.
Der Porschefahrer hatte ebenfalls am Start ganz nach links gezogen und war am
restlichen Feld vorbei gefahren. Das Finale ging über 8 Runden und bis zur
vierten Runde konnte ich mich noch gegen den Porsche wehren, aber dann überholte
er mich bergunter zu Start und Ziel, indem er von besseren Bremsen und Reifen
bei trockener und fester Strecke profitierte . Trotzdem gelang mir ein zweiter
Platz im Finale, was ich vorher kaum zu träumen erhofft hatte.
Nach dem Finale wurde auch gleich die Siegerehrung vorgenommen und ich war sehr
glücklich. Wir wurden auch mit reichlich Applaus von den vielen Zuschauern am
Matschenberg belohnt.
Alles in allem war es für mich und mein Team ein super erfolgreiches Wochenende
gewesen und ich denke, wir haben Allen eine gute Show geboten.
Auch in der Presse wurde sehr lobend von mir geschrieben und als ich auch noch
ein Radiointerview geben durfte, war ich natürlich mächtig stolz.
Am Wochenende 18.06.-19.06.05 fand der 3. Wertungslauf der OACM in Lichtenberg
statt.
Bei schönem Sommerwetter reisten die Teams auf dem Erzgebirgsring an. Eine
hervorragende Rennstrecke präsentierte sich uns.
Ich hatte die Strecke vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung, da ich mit dem
Kurs sehr gut zurecht gekommen war.
Das freie Training am Samstag Vormittag nutzte ich sehr intensiv , indem ich 5
Mal rausfuhr und testete. Nachdem das 2 Stunden Training vorbei war, war die
Rennstrecke schon durch erhebliche Bodenwellen schwieriger als zum Anfang zu
befahren.
Der 1. und 2. Vorlauf fanden Samstag Nachmittag statt. Die Allradklasse startete
zusammen mit der 2.000 ccm Klasse. Bei beiden Läufen gelang mir ein
fantastischer Start und ich konnte in Führung liegend beide Läufe gewinnen,
wobei ich beim zweiten Lauf nach dem Start in der ersten Kurve mächtig rutschte
und mit Rene Feller im Golf eine ziemlich heftige Kollision hatte. Wir konnten
dennoch das Rennen weiterfahren, wobei der Golf vorn schon mächtig mitgenommen
aussah und mir am Jeep vorn der Panhardstab gebrochen war.. Mein Teamkollege
Rene Münnich hatte etwas mehr Pech. Im freien Training war ihm ein
Stoßdämpferlager kaputt gegangen, so das er am ersten Vorlauf nicht teilnehmen
konnte. Den zweiten Vorlauf beendete er als Vierter.
Mein Team reiste Samstag Abend noch einmal nach Bautzen, um einen neuen
Panhardstab zu holen, welcher dann in der Nacht noch eingebaut wurde, so das ich
am Sonntag Morgen mit einem perfekten Fahrzeug an den Start gehen konnte.
Samstag Nacht gab es dann für die Fahrer und Mechaniker ein Lagerfeuer und
Feuerwerk, wo alle in gemütlicher Atmosphäre den Rennsamstag ausklingen ließen.
Der 3. Vorlauf Sonntag Vormittag begann ebenfalls mit einem perfekten Start und
ich gewann. Ebenso das Finale ,wo mir ein Start Ziel Sieg gelang.
Dies freute mich ganz besonders, da es in meiner 3. Rennsaison das erste Mal
war, das ich den 1. Platz belegte.
In der Tabellenführung rückte ich von Platz 5 auf Platz 2 vor.
Das Rennwochenende war für uns vor ca. 2.500 Zuschauern sehr zufrieden
stellend
verlaufen und wir freuen uns auf spannende Kämpfe
am nächsten Wochenende in Torgau am 09.und 10. Juli 2005
Interessante Rennberichte unter www.OACM.de
sowie Fotos und Videofilm unter www.erzgebirgsring.de unter Button
Mediengalerie-Videogalerie.
Vom 21.-22. Mai 2005 fand der 2.
Wertungslauf in Frohburg ( zwischen Chemnitz und Leipzig ) statt.
Wunderschönes Sommerwetter erwartete uns dort, nicht wie im letzten Jahr, als es
von Freitag bis Sonntag unentwegt regnete und das Rennwochenende eine einzige
Schlammschlacht war.
Nach meinem spektakulären Abflug in Sluknov war der Jeep fürchterlich kaputt
gewesen und wir hatten die 3 Wochen bis Frohburg alle Hände voll zu tun, um den
Jeep wieder zu richten und voll funktionsfähig zu machen.
Beim freien Training Samstag Vormittag testete ich und war sehr zufrieden. Der
Wagen lief perfekt.
Beim 1. Vorlauf startete ich von Platz 6 ( Startplätze werden immer per Los
gezogen) aus der dritten Startreihe. Vor mir stand mein Teamkollege Rene Münnich
mit seinem Audi. Beim Start schoss Rene mit enormen Spiet in die erste Kurve,
überholte alle , war aber viel zu schnell und konnte den Audi in der Kurve nicht
mehr abfangen und stellte sich quer und es passierte was passieren musste.
Volker Nilius mit seinem Subaru traf den Audi am Heck und auch ich konnte nicht
mehr ausweichen und fuhr frontal vorn in die rechte Seite des Audi. Der Audi
fiel aus und das Rennen wurde unter gelber Flagge fortgesetzt.
Ich beendete das Rennen als Vorletzte.
Dieser herbe Einschlag war natürlich nicht spurlos an meinem Rennwagen vorüber
gegangen. Wir hatten einen Differenzialschaden und beim 2. Vorlauf stellte ich
auch während der Fahrt fest, das der Allrad nicht mehr funktionierte und ich nur
noch mit Heckantrieb fahren konnte.
Diese Schäden waren für uns auf die Schnelle nicht reparabel und so musste ich
am Sonntag den 3. Vorlauf und das Finale so gut, wie’s ging über die Runden
bringen. Dies gestaltete sich sehr schwierig, da vor unserem Finallauf die
Strecke nass gemacht wurde und der Jeep fast unfahrbar mit Heckantrieb war. Ich
profitierte trotzdem durch die Ausfälle meiner Mitfahrer und konnte den dritten
Platz im Finale noch retten.
Doch nicht genug der vielen Schäden an diesem Wochenende. Als mir unser Promotor
,Stromhardt Kraft, bei der Siegerehrung Pokal und Sekt übbereichte, löste sich
der Sektkorken meiner Flasche und ich traf Stromhardt in Entfernung von ca.
einem Meter voll über seinem linken Auge an der Braue, so das er die
Siegerehrung nicht mehr weiter vornehmen konnte. Gott sei Dank war nichts weiter
Schlimmes passiert, nur hatte er ein mächtig blaues Auge bekommen.
Ich hoffe ,das beim nächsten Rennen am 18.-19.Juni 2005 in Lichtenberg alles
reibungslos über die Bühne geht.
Der 1.Lauf der Saison 2005 / OACM fand
am 30.04 und 01.05.05 in Sluknov / CZ statt.
In diesem Jahr starten für das Team East Racing erstmals 2 Fahrzeuge, einmal der
Jeep Cherokee V8 mit Fahrerin Nadja Schuster und ein Audi S6 V8 Kombi mit Fahrer
Rene Münnich.
über die Wintersaison haben wir in den Jeep einen V 8 Motor eingebaut und den
Audi komplett neu als Crossfahrzeug umgebaut.
Bei unerwartet schönen Wetter trafen wir am Freitag Nachmittag in Sluknov ein
und bestaunten die von den Tschechischen Sportfreunden hervorragend präparierte
Rennstrecke.
Am Samstag bei sehr hohen sommerlichen Temperaturen fanden dann ein freies
Training, 3 Vorläufe sowie ein Finallauf statt. Im Training und den 2 ersten
Vorläufen waren wir mit dem Jeep noch nicht zufrieden und wir mussten
verschiedene Veränderungen und Einstellungen vornehmen. Beim dritten Vorlauf
fuhr der Jeep so gigantisch, so das ich vom Start her an das Feld mit immer
größer werdenden Abstand hinter mir ließ und gewann.
Beim Finallauf fuhr ich an zweiter Stelle liegend dicht hinter dem
Erstplazierten, bis ich in der dritten Runde auf der Start und Zielgeraden etwas
zu schnell war, mir das Fahrzeug ausbrach und ich mit dem rechten Hinterrad an
einen Erdwall raus driftete, was den Effekt hatte, das die Hinterachse brach,
das rechte Hinterrad wegflog und ich mich 3 Mal überschlug. Da das Ganze bei ca.
Tempo 100 Kmh passierte , waren natürlich erhebliche Schäden am Fahrzeug das
Resultat. Der Jeep war an allen Ecken und Kanten verzogen und deformiert. Die
Scheiben waren fast komplett raus und wir mussten aufladen und den Jeep nach
Bautzen in die Werkstatt bringen. Mir als Fahrer war wie ein Wunder nichts
passiert, außer ein paar Prellungen und Blutergüssen .
So musste ich mich am Sonntag erstmals in meiner Laufbahn als Crossfahrer mit
der Zuschauerrolle begnügen.
Nichts desto trotz schlug sich unser zweiter Fahrer im Team mit dem Audi als
völliger Neueinsteiger bravourös. Er fuhr in den ersten zwei Vorläufen am
Sonntag jeweils als Zweitplazierter ins Ziel, hatte dann aber beim Finale großes
Pech, als ihm in der zweiten Runde das rechte Vorderrad platzte und er trotzdem
verbissen weiter kämpfte und den vierten Platz ins Ziel retten konnte.
So haben mein Team und ich nun alle Hände voll zu tun, den Jeep wieder
fahrbereit und in Ordnung zu bringen ,damit wir in 2 Wochen am 21. und 22. Mai
05 in Frohburg zum 2. Wertungslauf der OACM an den Start gehen können.