Rennberichte - Tourenwagenautocross 2006
Eine knappe Woche später hatten wir das Saisonfinale in Dauban. Gott sei Dank war in Weigsdorf nichts kaputt gegangen und ich hoffte nur, das der Jeep das letzte Rennwochenende noch übersteht.
Obwohl es nun schon Ende September war, herrschte kein typisches Autocrosswetter. Es war warm, die Sonne schien -schöner konnte es nicht sein.
Freitag lief ich die Strecke ab, welche gegenüber zum 1.Lauf im Frühjahr verändert wurde. Es war nur noch eine Schikane oben nach der Linkskurve eingebaut und ansonsten war die gesamte Piste sauschnell und fuhr sich auch wirklich super.
Man braucht nicht mit Löchern und Bodenwellen kämpfen.
Zum freien Training Samstag Vormittag fuhr ich 3 mal auf die Strecke und kam gut zurecht.
Beim Zeittraining fuhr ich die zweite Zeit und musste zum 1.Vorlauf am Samstag Nachmittag aus der ersten Startreihe Mitte starten .Vor den Allradfahrzeugen musste natürlich wieder die Strecke gewässert werden, ich stand auf total nassen Untergrund und meine Reifen waren auch total ungeeignet für Nässe. Der Start verlief dann auch nicht so gut, aber den zweiten Platz konnte ich erreichen.
Am Sonntag Morgen gegen 6.00 Uhr fing es dann wie verrückt zu regnen an und hörte auch bis Mittag nicht mehr auf. Die Strecke war richtig schön matschig und rutschig. Für dieses Wetter bekam ich von meinen Mechanikern andere Reifen auf den Jeep aufgezogen und der 2. Vorlauf klappte wunderbar und ich gewann Platz 1.
Zum 3.Vorlauf war die Strecke dann schon wieder sehr abgetrocknet, aber der Startplatz war noch sehr nass und rutschig. Aufgeregt und nervös wie vor jedem Start gelang mir das erste Mal in den 4 Jahren ein Fehlstart und ich bekam die Verwarnungsflagge. Im Wiederholungsfall wird man disqualifiziert und ich musste aufpassen. Mike in seinem BMW kam deutlich besser vom Start weg als ich und ich fuhr die ganze Zeit hinter ihm her. Durch den lang anhaltenden Regen hatte sich um die gesamte Rennstrecke nur eine Idealspur herausgefahren und rechts und links daneben war sehr loser rutschiger Boden und ein Überholen war schwer möglich. Trotzdem lieferte ich mir mit Mike einen spannenden Zweikampf durch den ein oder anderen Rempler noch verstärkt, aber es reichte dann doch bloß für den 2.Platz.
Zum Finale kam dann das Pech zurück, welches mich schon zum Jahresanfang immer verfolgt hatte. Nach noch nicht mal einer halben Runde gab es im Jeep einen lauten Knall und ich konnte schalten wie ich wollte. Der Jeep hatte keinen Vortrieb mehr und ich rollte mitten in der Schikane aus. Ich sah mir das Rennen außerhalb der Strecke an und war natürlich mehr als sauer. Nach dem Lauf wurde ich ins Fahrerlager abgeschleppt und ich brauchte einige Zeit , um mich abzureagieren. Aber das passiert Anderen auch – It’s Racing !!!
Nach zusammenrechnen der Punktestände stellten wir aber fest, das es in der Jahresgesamtwertung doch für den 2.Platz gereicht hatte und somit war der Ärger wieder vergessen.
Jetzt freuen wir uns auf die Jahresabschlussveranstaltung mit Siegerehrung am 25.11.06 in der „ Blauen Kugel“ in Cunewalde.
Maik:
Genauso optimistisch wie Nadja starteten wir zum letzten Lauf dieser Meisterschaft nach Dauban. Auf Platz 5 in der Gesamtwertung liegend hatten wir uns vorgenommen, diesen Platz zu halten oder vielleicht noch auf den 4.Platz vorzufahren.
Die Samstag Läufe verliefen ganz gut und am Sonntag beim 2.Vorlauf in der letzten Runde genau bei der Zieldurchfahrt krachte mir ein anderes Fahrzeug vorn links in den Honda und die Lenkstange und die Antriebswelle waren gebrochen. Schnell starteten ein paar Jungs nach Bautzen und holten Ersatzteile , welche wir wechselten, aber der Honda lief dann trotzdem nicht mehr richtig. Ich hatte Probleme mit der Lenkung. Trotz alledem fuhr ich alle Vorläufe und das Finale mit. Ich konnte zwar keinen Pokal mit nach Hause nehmen, hatte es aber auf den 4. Platz in der Jahresgesamtwertung geschafft und deshalb sehr zufrieden. Auch mein Team war sehr happy darüber.
Nadja:
Der vorletzte Wertungslauf dieser Saison fand am Matschenberg in Weigsdorf Köblitz statt. Wie schon im Sommer war auch an diesem Wochenende traumhaftes Wetter und die Strecke trocken und hart.
Es waren sehr viele Autocrosser angereist. Sämtliche Fahrer des ILP –Autocross, die Deutsche Meisterschaft , sowie die Tschechischen Motorsportfreunde. Ich hatte mir vorgenommen, an den zwei letzten Rennwochenenden das Optimale rauszuholen, da ich zu diesem Zeitpunkt in der Meisterschaft auf dem dritten Platz lag und mir unbedingt den zweiten Platz sichern wollte. Der Führende der Meisterschaft, Mike Hottas mit seinem BMW war eigentlich unerreichbar.
Da ich zum Jahresanfang ständig mit dem Brechen der Hauptwelle im Getriebe ausgefallen war, hatte ich natürlich viele Punkte eingebüßt.
Samstag Vormittag fanden das freie Training, das Zeittraining und am Nachmittag der 1.Vorlauf statt. Wir probierten am Jeep verschiedene Reifen aus, da ich mit der Übersetzung nicht klar kam.
Den 1.Vorlauf gewann ich und war eigentlich ganz optimistisch für Sonntag, wo dann zwei weitere Vorläufe und das Finale gefahren wurden.
Den 2.Vorlauf Sonntag Vormittag konnte ich ebenfalls gewinnen. Dann folgte in der Mittagspause die tradionelle Fahrerparade mit Team,- Fahrer und Rennfahrzeugvorstellung für die Zuschauer
Als wir zum 3.Vorlauf am Vorstart standen wurde die Strecke intensiv gewässert und die bergab- Passage sah gar nicht gut aus. Es war weniger Schlamm, sondern sehr sehr schmierig und rutschig und dafür waren meine Reifen , welche ich drauf hatte, nicht die Besten.
Am Start stand ich rechts außen und links neben mir Mike mit seinem BMW. Meine Räder drehten am Start durch und ich kam nicht optimal weg. Mike gelang ein super Start und er zog rechts rüber. Da ich aber auch auf dem Gas stand konnte ich Mike nicht mehr ausweichen ( da rechts neben mir die Leitplanke war) und ich fuhr seitlich in den BMW rein , so das er quer auf der Strecke stand. Dann ging es weiter auf der rutschigen Strecke und in der zweiten Runde bergunter verlor ich die Kontrolle über den Jeep, drehte mich und krachte sehr unsanft in die Leitplanke. Zum Glück konnte ich weiter fahren und kam als Dritte ins Ziel.
Zum Finale konnte ich dann erneut gewinnen, da leider Mike’s BMW in der ersten Runde ausgefallen war .Schade eigentlich, denn wir hätten uns bestimmt einen guten Zweikampf geliefert. Dieser sollte in Dauban folgen.
Maik:
Am Donnerstag vor Weigsdorf Köblitz war alles so weit fertig und wir machten beim Honda noch einmal einen Probelauf. –Plötzlich viel viel Qualm-Motorschaden !!!
Wir dachten- das war’s. Aber so schnell geben wir nicht auf. Motor ausgebaut, ein Anderer wurde besorgt und es wurde bis in die späte Nacht geschraubt, mit dem niederschmetternden Ergebnis- der neue Motor passte nicht. Völlige Verzweiflung herrschte im ganzen Team. Freitag Morgen kam Maik dann noch eine Idee und es wurde der nächste Motor organisiert. Und Dieser passte dann auch. Bis Freitag Nacht wurde geschraubt und wir konnten erst Samstag Morgen in Weigsdorf anreisen. Dann ging alles sehr schnell- Fahrzeugabnahme, freies Training, Zeittraining. Der Motor hatte nicht genügend Leistung und die Bergauf Passage fuhr sich deshalb nicht optimal. Wir versuchten trotzdem die ein oder andere Einstellung vorzunehmen und das Fahrzeug lief immer besser und als am Sonntag beim Finale der 3.Platz heraussprang, waren alle mehr als überglücklich und die ganze Bauerei und der Stress hatten sich gelohnt.
Nadja:
Nach der Sommerpause ging es in die zweite Hälfte der ILP- Autocross Saison nach Ortrand.
Gott sei Dank hatte es nicht geregnet und die Strecke war trocken und machte auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck.
Am Samstag nach dem freien Training aller Klassen und spätestens nach dem Zeittraining waren alle eines Besseren belehrt.
Eine Vielzahl von Bodenwellen machte das Fahren nicht leicht. Vielmehr konnte man sich weniger auf Positionskämpfe als auf das Umfahren und Ausweichen der Schlaglöcher konzentrieren.
Im Zeittraining fuhr ich die dritte Zeit von 8 Startern und war zufrieden. Das bedeutete im 1. Vorlauf einen Start aus der ersten Reihe.
Den ersten Lauf gewann ich dann auch relativ problemlos. Beim zweiten Vorlauf hetzte Enrico mit seinem Audi hinter mir her und irgendwann bekam ich dann auch einen heftigen Einschlag hinten in den Jeep. Natürlich drehte ich mich und es dauerte eine Weile bis ich weiter fahren konnte. Nach einer halben Runde kam dann der Totalausfall. Das Gaspedal war ausgehangen und ich wurde abgeschleppt. Zum dritten Vorlauf lief der Jeep schon etwas merkwürdig und ungefähr nach einer knappen Runde fuhr das Auto einfach nicht mehr so wie ich es wollte. Erst dachte ich, ich hätte einen Plattfuß und fuhr der Punktewertung wegen weiter. Es wurde immer schwerer das Fahrzeug auf der Strecke zu halten und die ganzen Bodenwellen taten ihr Übriges dazu. In der Letzten Runde ging dann gar nichts mehr. Ich blieb stehen und schaute mir die Bescherung an. Die Achse vorn war gebrochen, das rechte Vorderrad stand verdammt merkwürdig und auch sonst sah alles nicht so toll aus.
Ich dachte mir, so das war’s für dieses Wochenende gewesen. Aber der Teamchef sprach ein Machtwort: Aufladen –in die Werkstatt nach Bautzen und versuchen zu reparieren , um wenigstens das Finale am Sonntag mitfahren zu können. Gesagt getan, der Jeep wurde aufgeladen und um 18.00 Uhr verließen meine Jungs das Fahrerlager und trafen Sonntag früh um 4.00 Uhr wieder in Ortrand ein.
Um 8.00 Uhr war dann wieder Aufstehen und ich bedankte mich erst mal bei Allen für diesen Nachteinsatz. Sie hatten es wirklich geschafft und das Auto wieder repariert.
Im Finale lieferte ich mir dann mit Mike in seinem BMW einen Zweikampf, den allerdings Mike zu seinem Gunsten entschied. Wir freuten uns trotzdem riesig über den zweiten Platz und das wir einen Pokal mit nach Hause nehmen durften.
Den MC Ortrand Pokallauf fuhr ich dann auch noch mit und belegte einen dritten Platz, da gleich nach dem Start der Allrad durch den Vorschaden vom Samstag ausgefallen war und mit Heckantrieb ist der Jeep sehr schlecht zu fahren. Aber was soll’s, zwei Pokale waren traumhaft und nun freuen wir uns auf das nächste Rennen in Weigsdorf Köblitz am 23./24.09.06.
Die Strecke fahre ich sehr sehr gern und ich hoffe mich gegen die Männer durchsetzten zu können.Maik:
Der dieses Jahr in unser Team neu hinzu gekommene Fahrer Maik Bodenburg mit
seinem Honda CRX in der Klasse 3 bis 1.600 ccm startend, hatte auch kein ganz
einfaches Wochenende.
Durch die sehr holprige Strecke hatte er mehrere Reifenschäden zu beklagen. Beim
Finallauf musste er einen aussichtsreichen 3.Platz wegen Problemen an der
Zündanlage aufgeben und belegte mit stark überhitzten Fahrzeug Platz 4.
Nach einer umfangreichen Diagnose und Reparatur startete Maik dann zum Final-
Pokallauf des MC Ortrand von hinten und kämpfte sich bis auf den 3. Platz vor,
so das auch für Maik zum Ende des Wochenende ein Platz auf dem Treppchen
heraussprang.
Nadja:
Unsere tschechischen Autocrosser aus Sluknov hatten eingeladen zu einem
Rennwochenende nach Nova Paka.
Ich hatte schon viel Spektakuläres von dieser Strecke gehört. Um mir selbst ein
Bild davon zu machen, fuhr ich mit meinem Team 3 Wochen zuvor zu den
Europameisterschaftsläufen nach Nova Paka. Meinen Augen bot sich eine Strecke,
wie ich Sie bisher noch nicht gesehen hatte. Steile Bergauf - Bergab Passagen
mit schön vielen Kurven. Ich war total begeistert und es gab keine Frage, wir
fahren am 22.Juli mit.
Am Freitag Nachmittag reisten wir an. Das Wetter war das ganze Wochenende mehr
als heiß und die Rennstrecke dementsprechend knochenhart und sauschnell.
Als Erstes liefen wir alle die Strecke ab und ich bekam schon leichtes
Herzklopfen. Zum freien Training Samstag Morgen war mir dann schon ganz schön
mulmig und ich gebe zu, ein wenig Angst hatte ich auch. Aber was soll’s, den
anderen Fahrern ging’s ähnlich.
Schon nach den ersten zwei Runden kam ich bestens mit den Streckenverhältnissen
zurecht und die lange Bergab - Bergauf Passage beim Ziel vorbei ist das absolut
tollste und geilste Gefühl. Da konnte ich das erste Mal meinen Jeep voll
ausfahren.
Die 3 Vorläufe und das Finale am Samstag verliefen zu meiner Zufriedenstellung.
Da es keine Meisterschaftsläufe waren, hatten wir diesmal viel Zeit zum Testen,
vor allem probierten wir große, kleine, grobe und weniger grobe Reifen aus. Das
Fahrzeug blieb auch ganz und wir hatten am Samstag Abend nicht viel zu tun-
außer feiern.
Am Sonntag beim ersten Vorlauf wurde ich zwei Runden vor Schluss von einem
tschechischen Sportfreund mit einem Audi überholt und büßte meinen 1.Platz ein.
Im zweiten Vorlauf hatten der Audi und ich nach kurzer Zeit gegenüber dem
restlichen Feld eine halbe Runde Vorsprung herausgefahren, als er das gleiche
Spiel wie im Lauf zuvor beim Überholen wieder probierte.
In der letzten Runde, wo es stark bergab und scharf links geht, bekam ich ,oder
besser gesagt der Jeep auf der Fahrerseite hinten ins Heck einen gigantischen
Einschlag. Der Audi versuchte mich von der Strecke zu entfernen, was ihm auch
gelang. Allerdings hatte sich der Audifahrer mächtig verkalkuliert und war
selbst in eine Leitplanke geschossen.(Für diese Aktion wurde der Fahrer auch mit
einer Disqualifikation des Laufes bestraft) Mein Jeep war ausgegangen, aber nach
einigen Fluchen und Schimpfen startete er wieder. So konnte ich das Rennen noch
als Erste beenden und die ganzen Zuschauer fanden das auch sehr gut. Dies zeigte
mir jedenfalls der Beifall.
Da der Audi mächtig unter seiner Selbstzerstörung gelitten hatte, wollte der
tschechische Fahrer eigentlich nicht zum Finale antreten , überlegte sich jedoch
kurz vor dem Start noch einmal alles anders und fuhr mit an den Vorstart. Ich
glaube , er hatte eine ordentliche Wut im Bauch. Aber das Auto wollte dann nicht
mehr so richtig funktionieren. Ich gewann das Finale und freute mich sehr über
das richtig toll gelaufene Wochenende. Jeder Zeit würde ich gern wieder in Nova
Paka an den Start gehen. – Die Strecke hat was !!!
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In 2006 starte ich mit
meinem Jeep Cherokee 4,7 V8 in einer neuen Rennserie,
dem Internationalen
Lausitzpokal / www.ILP-Autocross.de
Diese Serie hat sich über
die Wintersaison gebildet, sprich, die drei bekanntesten Autocross-Strecken in
Ost-Deutschland der Oberlausitz haben sich zu einer gemeinsamen Serie zusammen
geschlossen.
Und diese Strecken sind
Dauban, Ortrand (DM-Strecke) und Weigsdorf-Köblitz
(Matschenberg-Europameisterschaftsstrecke)
Das erste Rennen in dieser
Saison fand am 06./07.Mai 06 in Dauban statt. Zu meinem Erstaunen waren sehr
viele Fahrer angereist und es versprach ein sehr spannendes Rennwochenende mit
vollen Starterfeldern zu werden. Auch Petrus meinte es gut mit uns und
verschonte uns mit Regen. Die Strecke in Dauban war sehr gut vorbereitet mit
zwei eingebauten Schikanen. Der Kurs fährt sich super und man kommt auch auf
beachtliche Geschwindigkeiten. Am Samstag zum freien Training fuhr ich
insgesamt 3 Mal auf die Strecke um ausgiebig zu testen. Das ist auch wichtig,
weil ja das lange Winterhalbjahr hinter einem liegt und man sich doch erst
wieder einfahren muss.
Ich war ganz zufrieden. Beim
Zeittraining fuhr ich die schnellste Zeit und der erste Vorlauf verlief auch zu
meiner Zufriedenheit und ich wurde Erste. Beim zweiten Vorlauf konnte ich noch
einmal gewinnen, wobei 2 Runden vor Schluss der Jeep Zündaussetzer bekam, laut
zu schießen anfing, als wenn das Fahrzeug unregelmäßig Benzin bekommt. Mit den
letzten Rucken kam ich noch über die Ziellinie und dann blieb der Jeep stehen.
Meine Mechaniker untersuchten den Defekt und stellten fest, das Cam-Shaft
Sensor defekt war. Wir machten eine Notreparatur und hofften, das es wenigstens
bis zum Ende der Rennen halten würde. Am Sonntag zum dritten Vorlauf ließ ich
den Motor nicht warm laufen, denn wir hatten geprüft, sobald der Motor auf
Betriebstemperatur war, ging das Ruckeln und Schießen wieder los. So fuhr ich
mit kalten Motor und auch etwas sachte los und wurde so natürlich auf den
dritten Platz durchgereicht. Beim Überholen des Zweitplazierten , bekam ich
einen kleinen Anschubs vom neben mir fahrenden Audi und schoss mit vollen Spiet
über die Wiese außerhalb der Rennstrecke und sprang über einen Graben. Der
Einschlag war gewaltig und es passierte was passieren musste. Beim nächsten
Vorlauf am Start fuhr der Jeep nicht mehr los, da die Hauptwelle im Getriebe
gebrochen war. - Feierabend !!!
Das Finale musste ich mir
als Zuschauer ansehen.
In Ortrand zum zweiten
Meisterschaftslauf am 27./28.Mai 06 regnete es schon in Strömen bei unserer
Ankunft und es versprach wieder einmal nach langer Zeit ein schlammiges
Rennwochenende zu werden. Und ich hatte recht. Nach einer ganzen Nacht Regen
machten wir Fahrer uns zum freien Training auf die Rennstrecke und kämpften
mächtig mit dem Schlamm. Mein Zeittraining war auch nicht berauschend. Es kam
nur Platz 5 von 9 Startern raus. Den 1. Vorlauf am Samstag beendete ich dann
auch auf Platz 5. Für Sonntag hatte ich mir natürlich eine bessere Platzierung
vorgenommen. Wieder regnete es die ganze Nacht durch und die Strecke war am
Sonntag vor lauter Schlamm und tiefen Schlaglöchern nur noch sehr schlecht
befahrbar.
Im zweiten Vorlauf wurde ich
Zweite und im dritten Vorlauf Erste. Es kam das Finale und ich stand auf
Startplatz 1. Die Startampel ging aus und alle fuhren los, nur der Jeep nicht.
Es gab einen kurzen Ruck und ich wusste, die Hauptwelle im Getriebe war wieder
gebrochen. Langsam wurde mir dieser Defekt zum Alptraum. Es war jetzt schon das
dritte Mal passiert, einmal 2005 in Sluknov /CZ und jetzt in dieser Saison
gleich 2 Mal hintereinander.
Meine Mechaniker reparierten
den Jeep wieder und wir fuhren optimistisch zum dritten Lauf nach Weigsdorf-
Köblitz am 17./18.Juni 06. Dieses Rennen bereitet immer besonders viel Freude,
weil es die bekannteste Rennstrecke hier in der Gegend ist, weil die Strecke
einfach super zu fahren ist und weil auch immer gut Zuschauer am Platz sind,
welche einen ordentlich anfeuern.
Zum freien Training Samstag
Vormittag war ich total begeistert. Der Kurs fuhr sich spitzenmäßig . Die
Rennstrecke war sehr sehr ordentlich präpariert und vorbereitet und vor allem
sehr schnell, denn es war sehr heiß und trocken. An diesem Wochenende machte
der „ Matschenberg „ seinem Namen keine Ehre , denn statt Schlamm und Dreck war
der Kurs knochenhart und schnell.
Das Zeittraining verlief gut
und ich konnte die drittschnellste Zeit fahren. Der erste Vorlauf über 6 Runden
war sehr spannend. Ich fuhr die ganze Zeit hinter Grit Hennersdorf und konnte
den zweiten Platz sicher einfahren. Die Männerwelt hatten wir zwei Frauen
hinter uns gelassen.
Das Gleiche passierte auch
im zweiten und dritten Vorlauf am Sonntag. Unter glühender Hitze bei ca. 30
Grad Außentemperatur und im Fahrzeug bei einer unglaublichen Hitze fuhr ich
wieder jeweils auf dem zweiten Platz durchs Ziel. Trotz der Wärme waren sehr
viele Zuschauer an den Matschenberg gekommen . Sehr schön ist auch immer die
Fahrerparade am Sonntag , wo die einzelnen Fahrer mit ihrem Team und dem
Rennfahrzeug über den Kurs vorbei an den Zuschauer fahren und vorgestellt
werden.
Das Finale der Allradklasse
fand am Sonntag um 16.30 Uhr als letztes Rennen statt. Nachdem ich schon ca. 45
min im Auto saß , am Vorstart im Fahrerlager und dann an der Startaufstellung
an der Rennstrecke, war ich bei der Schwüle und großen Hitze schon mehr tot als
lebendig. Das Finale ging über 8 Runden und ich hatte nur einen Wunsch, das
nicht wieder am Start die Hauptwelle bricht. Es verlief alles ohne Probleme und
ich kam auf dem zweiten Platz durchs Ziel. Es fand auch gleich die Siegerehrung
vor den Zuschauern statt und wir bekamen viel viel Applaus. Mit meiner letzen
Kraft fuhr ich ins Fahrerlager und es wurden gleich 2 Flaschen eisgekühlter
Sekt geöffnet und ich konnte das erste mal in diesem Jahr mit meinem Team auf
einen Erfolg anstoßen und einen Schluck
Sekt bekam auch mein SUPER Jeep.
Die nächsten Termine sind
Ortrand, Weigsdorf- Köblitz und Dauban. (nachzulesen auf